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Tagesklinik in der Mez-Villa

Das Emmendinger Zentrum für Psychiatrie behandelt in Freiburg alkoholkranke Patienten.

Die Jugendstil-Villa des Freiburger Fabrikanten Mez in der Kartäuserstraße 39 ist Standort der neuen Suchtmedizinischen Tagesklinik des Zentrums für Psychiatrie.

EMMENDINGEN/FREIBURG. An der Decke hängen Kristallleuchter, die Wände sind holzgetäfelt, der Boden mit Parkett ausgelegt: In der Freiburger Fabrikantenvilla Mez in der Kartäuserstraße 39 richtet das Emmendinger Zentrum für Psychiatrie (ZfP) jetzt eine suchtmedizinische Tagesklinik ein, in der alkoholkranke Patienten aus dem Großraum Freiburg und den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald behandelt werden sollen.

Insgesamt vier Jahre hat das ZfP nach einer passenden Immobilie gesucht, "bis alles gepasst hat", wie Chefarzt Friedemann Hagenbuch im Pressegespräch berichtet. Die 110 Jahre alte "charmante Jugendstilvilla" des einstigen Garnherstellers Mez am Fuß des Freiburger Schlossbergs konnte nun angemietet und für rund eine Million Euro umgebaut werden. Vor allem in den Brandschutz und die Kellerräume musste einiges investiert werden. Den Ausschlag gegeben habe für den Standort neben dem Ambiente auch die zentrale innenstadtnahe Lage und die gute Anbindung an den Nahverkehr.

DAS KONZEPT

Die Suchtmedizinische Tagesklinik soll das Behandlungsangebot verbessern und die derzeit langen Wartezeiten für eine Entzugsbehandlung verkürzen. "Bis zu acht Jahre vergehen heute oft, bis Patienten professionelle Hilfe bekommen", weiß Hagenbuch, der bei der Behandlung Alkoholkranker im Unterschied zu Drogenabhängigen "deutliche Defizite" registriert. Dabei sind laut Statistik 19 Prozent der erwachsenen bundesdeutschen Bevölkerung alkoholkrank. Auf knapp 6000 Menschen schätzt der Experte die Zahl der Menschen mit einem akuten Alkoholproblem im Raum Freiburg – 140 davon würden jährlich an den Folgen des ungehemmten Trinkens sterben. Bei dem Konzept gehe es nun darum, den Betroffenen "früher und wohnortnah angemessene Hilfe zu ermöglichen". Das immer noch herrschende Stigma der Psychiatrie werde in der Tagesklinik umgangen. "Die Menschen werden in ihrem gewohnten Umfeld behandelt, ihr Lebensalltag verändert sich kaum", erklärt Hagenbuch die Vorteile gegenüber einer stationären Aufnahme im ZfP.

DIE ZIELGRUPPE
Mit der Tagesklinik glaubt der Chefarzt der Emmendinger Klinik für Suchtmedizin auch neue Patientengruppen zu erreichen – "sozial integrierte Patienten mit Alkohol- oder Medikamentenproblemen" in einer frühen Phase der Erkrankung, in der es noch besser gelingt "Wege zum Ausstieg aufzuzeigen", bevor die schweren körperlichen und seelischen Folgen überhand nehmen. Geboten werden soll ein qualifizierter Entzug, die Behandlung psychischer Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Angstneurosen und eine Rückfallprophylaxe. "Wir wollen sie stärken im Neinsagen". Auch die Herstellung der Rehafähigkeit und berufliche Wiedereingliederung ist Ziel der Behandlung. Voraussetzung für eine Aufnahme ist allerdings, dass keine Pflegebedürftigkeit, schwere Krankheit oder akute Eigen- oder Fremdgefährdung durch den Zustand des Patienten vorliegt.

DIE THERAPIE

Behandelt werden können in der ZfP-Tagesklinik insgesamt 18 Patienten. Montags bis freitags von 8.15 bis 16.45 Uhr werden sie von Fachärzten, Psychologen, Therapeuten, Sozialarbeitern und Seelsorgern betreut. Rund fünf bis sechs Wochen dauert die Entzugstherapie, deren Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Die Behandlung umfasst neben der notwendigen Diagnostik psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche – auch mit Angehörigen – Rückfallprävention, medikamentöse Behandlung, sowie Ergotherapie und kognitives Training. Eine tägliche "Genussgruppe" soll zeigen, "dass man das Leben auch ohne Suchtmittel genießen kann", betont Viola Wegerer. Die Oberärztin im ZfP leitet die Freiburger Tagesklinik vom 1. Februar an. Dafür müssen die Patienten auch selbst Verantwortung übernehmen. Den Einkauf zum täglichen gemeinsamen Frühstück etwa sollen Patienten selbst erledigen. "Es ist ein anspruchsvolles Programm, doch wir glauben, dass wir damit den Patienten gerecht werden", so die Klinikleiterin.

Die Zuweisung der Patienten erfolgt, meist nach einer stationären Entgiftung, durch die niedergelassenen Hausärzte oder die Suchtberatungsstellen, mit denen die Tagesklinik eng vernetzt ist. Auch Selbsthilfegruppen sind mit im Boot, um den langfristigen Erfolg des Entzugs der Patienten zu garantieren. Ziel ist ein völliger Verzicht auf Alkohol. "Kontrollierter Konsum funktioniert nicht als langfristige Strategie", weiß Chefarzt Friedemann Hagenbuch.

Bericht Quelle in der BZ: http://www.badische-zeitung.de/emmendingen/tagesklinik-in-der-mez-villa--68511927.html

 
 

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Praxis Dr. Peter Feil, Schulstr. 15, 79288 Gottenheim, T 07665-940210, peter-feil(at)mixinfo.de